hdg robotic 4.0 – Hans-Dietrich-Genscher-Schule startet in die digitale Zukunft

Seit diesem Schuljahr geht die Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg völlig neue Wege und startet mit dem auf Dauer angelegten Projekt „hdg robotic 4.0“ in die digitale Zukunft.

16 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 werden intensiv in Robotik ausgebildet, müssen dafür aber auch ungewöhnlich viel an Eifer und Zeit investieren. Am Ende des auf zwei Jahre angelegten Kurses steht dann nicht nur eine Note auf dem Zeugnis, sondern es wird ein Zertifikat vergeben, welches die Schüler als Fachleute in Sachen Computer und Robotik ausweist.

Zusammenarbeit mit einem der weltweit größten Roboter-Hersteller
Und der Knüller: Die Hans-Dietrich-Genscher-Schule arbeitet intensiv mit dem japanischen Roboter-Hersteller Yaskawa zusammen, der zu den weltweit größten Roboterherstellern zählt. Zwei Lehrer der HDG-Schule werden im Schulungszentrum von Yaskawa in Eschborn in Programmierung und Steuerung von Industrierobotern ausgebildet, um dann ihr Wissen an die Schüler weiterzugeben.

Scratch – Calliope – Lego Mindstrom – Yaskawa
Natürlich geht alles Schritt für Schritt, und im ersten Jahr werden die Schülerinnen und Schüler in vier Modulen an die Programmierung von Industrierobotern herangeführt. Der Kurs findet während der regulären Unterrichtszeit statt, aber viermal im Jahr müssen die Schüler auch samstags den Weg in die Schule finden. Denn jedes Modul endet mit einem samstäglichen Block von acht Unterrichtsstunden, eine Prüfung schließt jedes Modul ab. Mit altersgemäßen Themenblöcken wird während drei Quartalen „Scratch“, „Calliope“ und „Lego Mindstorms“ geschult, um dann im vierten Modul mit der „Yaskawa“-Programmierung zu beginnen. Die Firma Yaskawa wird der HDG-Schule dafür ihr Ausbildungsmaterial, die Schulungssoftware und einen richtigen Industrieroboter zur Verfügung stellen.

Chancen und Risiken der Digitalisierung
Aber nur in die Programmierung oder den professionellen Umgang mit Computern einzuführen, wäre zu kurz gesprungen, denn fester Bestandteil des Unterrichts ist auch das Nachdenken über die Chancen und Risiken, die mit einer fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft verbunden sind. Natürlich stehen auch für die nächsten Monate Besuche im Yaskawa-Ausbildungszentrum in Eschborn an, damit die Kursteilnehmer auch Roboter in ihrer ganzen Vielfalt kennen lernen können. Mit hdg robotic 4.0 steigen die Schülerinnen und Schüler in andere als die sonst üblichen Unterrichtsformen ein, denn die zum Teil selbstgesteuerte Projektarbeit nutzt kreative Spielräume und ermutigt zum Ausprobieren. Selbst aus Fehlern können die Schüler noch viel lernen.


Wir programmieren uns selbst. Menschlichen Robotern Befehle zu erteilen, die auch verstanden werden, ist gar nicht so leicht. 

Investition in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler

Die Gemeinde Wachtberg, die HDG-Schule und Yaskawa unterstützen dieses auf Dauer angelegte Projekt. Alle hoffen, damit den Schülern völlig neue Chancen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bieten zu können.
Entsprechend groß war auch die Resonanz auf dieses neue Angebot: Etwa 50 Schülerinnen und Schüler wollten sich bei diesem Kurs anmelden, aber die Teilnehmerzahl ist auf 16 Personen begrenzt, um eine intensive Ausbildung gewährleisten zu können. 

„hdg robotic 4.0“ ist für die Jahrgangsstufen 8 und 9 gedacht, aber auch schon die Jüngsten der HDG-Schule sollen auf die neuen Chancen und Herausforderungen vorbereitet werden.
So wurde auch ein Kurs in Robotik für die Stufen 5 und 6 eingerichtet, an dem 13 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die mittels „Scratch“ in sehr spielerischer Form an den Umgang mit Robotik herangeführt werden.

Vor kurzem hat der erste Blockunterricht „hdg robotic 4.0“ stattgefunden … mit Bürgermeisterin Renate Offergeld als Gast. Diese zeigte sich sehr beeindruckt von den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schülern am Ende des ersten Ausbildungsquartals.